Der einzige Powerstation-Test der Stiftung Warentest ist von 2023. Hier steht, was frei einsehbar ist, welche Nachfolger es gibt und wie du deinen Bedarf selbst nachrechnest.
Die Stiftung Warentest hat Powerstations bisher einmal geprüft: in test 8/2023, veröffentlicht am 20.07.2023. Getestet wurden 11 Geräte mit 300 bis 700 Watt Leistung. Die Noten je Gerät liegen hinter der Bezahlschranke von test.de (4,90 Euro). Frei lesbar sind nur Eckdaten: fünf der elf Geräte sind „gut“, die übrigen „befriedigend oder ausreichend“.
Wer heute eine Powerstation kauft, bekommt vor allem Geräte, die es 2023 noch nicht gab: LiFePO4-Akkus mit mehreren tausend Zyklen, USV-Funktion und Schnellladung in unter einer Stunde. Auf dieser Seite beantworte ich deshalb eine Frage: Was sagt Stiftung Warentest zu Powerstations, und welche aktuelle Powerstation passt zu meinem Bedarf? Den Überblick über 20 Modelle verschiedener Marken findest du im Hauptvergleich auf der Startseite. Hier geht es um die Test-Einordnung und die Bedarfsrechnung.
Die Stiftung Warentest hat im Sommer 2023 elf Powerstations getestet, die sie als „kraftvolle und leise Steckdose für unterwegs“ beschreibt. Alle Geräte lagen laut test.de bei 300 bis 700 Watt Ausgangsleistung und 400 bis 644 Wattstunden Kapazität (Herstellerangaben). Die Preise reichten von 470 Euro bis zu mehr als 800 Euro. Geprüft wurden die Bereiche Funktion, Umwelteigenschaften, Handhabung und Sicherheit. Im Fließtext nennt test.de unter anderem Entladeleistung, Ladedauer, Lautstärke, Bedienung und Transport sowie die Sicherheit beim Laden und Entladen. Die Gewichtung der Kriterien ist nicht frei sichtbar.
Die folgende Tabelle zeigt die elf Modelle, die test.de in der Produktübersicht nennt. Noten stehen bewusst nicht dabei: Sie sind bezahlpflichtig auf test.de, und wir geben nur wieder, was frei belegt ist.
| Modell im Test 8/2023 | Aktuelle Reihe des Herstellers (Beispiel) | Note |
|---|---|---|
| Agfaphoto PPS 600Pro | keine Zuordnung geprüft | bezahlpflichtig |
| Anker 535 PowerHouse | Anker SOLIX C1000 Gen 2 (größer) | bezahlpflichtig |
| Balderia Power Cube 500 | keine Zuordnung geprüft | bezahlpflichtig |
| Bluetti EB55 | Bluetti Elite 100 V2 (größer) | bezahlpflichtig |
| Bresser Mobile Powerstation 500 Watt | keine Zuordnung geprüft | bezahlpflichtig |
| EcoFlow River 2 Max | River 2 Max weiter erhältlich, größere Klasse: DELTA 3 Classic | bezahlpflichtig |
| Goal Zero Yeti 500x | keine Zuordnung geprüft | bezahlpflichtig |
| Jackery Explorer 500 | Explorer 500 V2 | bezahlpflichtig |
| Nitecore NES500 | keine Zuordnung geprüft | bezahlpflichtig |
| Pearl Revolt ZX-3012-919 | keine Zuordnung geprüft | bezahlpflichtig |
| Xtorm XP500U | keine Zuordnung geprüft | bezahlpflichtig |
Wichtig zur Einordnung: test.de nennt im frei lesbaren Teil weder Noten noch den besten Wert namentlich. Wir nennen deshalb keine Noten. Wer es genau wissen will, schaltet die Tabelle auf test.de frei.
Der Test deckt eine Klasse ab, die heute fast verschwunden ist: Geräte um 500 Wattstunden. Heute beginnt der Markt bei rund 250 Wattstunden für Reisen und reicht bis zu mehreren Kilowattstunden für Notstrom. Zwei Dinge kannst du aus dem Test trotzdem mitnehmen. Erstens zählen Entladeleistung, Ladedauer, Lautstärke und Sicherheit zu den Prüfpunkten. Genau diese vier Werte solltest du auch bei einem neuen Gerät in den Herstellerdaten suchen. Zweitens liegen zwischen den Geräten nach Aussage von test.de deutliche Unterschiede: Nur fünf von elf sind „gut“. Ein bekannter Markenname ist also kein Qualitätsbeweis.
Der Test ist mehr als drei Jahre alt. Das heißt nicht, dass die Ergebnisse wertlos sind, aber sie lassen sich nicht auf neue Geräte übertragen. Was sich seitdem laut Herstellerangaben verändert hat:
Weil die Testklasse bis 700 W reichte, deckt sie nur wenige Verbraucher ab: Laptop, Kühlbox, Beleuchtung, Router. Wer mit einer Powerstation einen Wasserkocher, eine Kaffeemaschine oder ein Werkzeug betreiben will, braucht heute 1.000 bis 2.000 W. Genau dafür gibt es die größeren Modelle in der Tabelle unten.
Zwei neuere Tests der Stiftung Warentest liegen am Rand des Themas und helfen bei der Abgrenzung.
Powerbanks (test 2/26, veröffentlicht am 07.01.2026): Geprüft wurden 24 Powerbanks von 18 Anbietern, darunter Anker, Belkin, Samsung, Verbatim und Xiaomi, mit 10.000 und 20.000 mAh. Die Preise lagen zwischen knapp 30 und rund 100 Euro. Die nutzbare Energie beträgt laut test.de 28,5 bis 35,8 Wh bei den kleinen und 58,3 bis 69,9 Wh bei den großen Modellen. Alle Modelle überstanden die Sicherheitstests ohne Brand oder Explosion, einige nahmen aber im Falltest Schaden, eines funktionierte danach nicht mehr. Die Noten reichen von „gut“ bis „ausreichend“, die Einzelwerte sind bezahlpflichtig. Mehr zum Thema Powerbank gegen Powerstation steht auf unserer Seite Anker Powerbank oder Powerstation?.
Speicher für Balkonkraftwerke (test 4/26, veröffentlicht am 19.03.2026): Getestet wurden 5 Speicher für 700 bis 1.000 Euro: Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro, EcoFlow Stream Ultra, FoxESS Avocado Orbit M, Growatt Nexa 2000 und Zendure SolarFlow 800 Pro. Die Noten reichen laut test.de von „befriedigend“ bis „mangelhaft“. Drei der fünf Geräte sind „mangelhaft“, weil sie zu viele elektromagnetische Störsignale aussenden. Beim Starkregen-Test drang bei vier Geräten Wasser in die integrierten Steckdosen. Welcher Speicher am besten abschneidet, ist hinter der Bezahlschranke; wir nennen deshalb keinen Namen. Der Hinweis zeigt: Ein Balkonspeicher ist ein anderes Gerät als eine tragbare Powerstation (siehe Entscheidungstabelle).
Die wichtigste Rechnung vor dem Kauf: Wie lange läuft mein Gerät? Die Formel lautet Laufzeit in Stunden = Kapazität in Wh × 0,85 ÷ Leistung des Geräts in Watt. Der Faktor 0,85 ist eine Annahme für Wandler- und Umwandlungsverluste. Hersteller geben je nach Modell andere Wirkungsgrade an; mit 0,85 liegst du auf der vorsichtigen Seite. Die Gerätewerte in der Tabelle sind typische Annahmen, keine Messungen. Nimm für dein eigenes Gerät den Wert vom Typenschild.
| Gerät | Leistung (Annahme) | 300 Wh | 512 Wh | 1.024 Wh | 2.048 Wh |
|---|---|---|---|---|---|
| Router (WLAN) | 15 W | 17,0 h | 29,0 h | 58,0 h | 116,1 h |
| CPAP-Gerät | 40 W | 6,4 h | 10,9 h | 21,8 h | 43,5 h |
| Kompressor-Kühlbox | 50 W | 5,1 h | 8,7 h | 17,4 h | 34,8 h |
| Laptop | 60 W | 4,2 h | 7,3 h | 14,5 h | 29,0 h |
| Filterkaffeemaschine | 1.000 W | 1,9 Kannen | 3,3 Kannen | 6,5 Kannen | 13,1 Kannen |
Beispiel CPAP: Ein Atemtherapiegerät mit etwa 40 W im Mittel braucht pro Nacht (8 Stunden) rund 320 Wh am Gerät. Mit dem Faktor 0,85 sind das 376 Wh Kapazität. Eine 512-Wh-Station reicht also gut für eine Nacht, bei Befeuchter mit Heizung sollte es mehr sein. Beispiel Kühlbox: 50 W im Dauerlauf, tatsächlich läuft der Kompressor nur zeitweise. Die Tabelle ist damit eher zu pessimistisch.
Die zweite Grenze ist die Dauerleistung: Ein Gerät mit 1.000 W Wasserkocher oder Kaffeemaschine läuft nur an einer Station mit mindestens 1.000 W Ausgang. Planst du 20 Prozent Reserve ein, brauchst du also 1.200 W. Das schaffen von den hier gezeigten Modellen nur der Anker C1000 Gen 2 (2.000 W), die EcoFlow DELTA 3 Classic (1.800 W), die Bluetti Elite 100 V2 (1.800 W) und der Jackery Explorer 1000 V2 (1.500 W). Der EcoFlow River 2 Max erreicht 1.000 W Dauerleistung und mit X-Boost laut Hersteller Geräte bis 1.800 W.
Die Ladezeit ergibt sich aus Kapazität ÷ Ladeleistung. An der Steckdose habe ich mit 0,9 Wirkungsgrad gerechnet, beim Solarpanel mit 0,7, weil das Panel selten die Nennleistung liefert. Das sind Annahmen, die Praxiswerte schwanken mit Sonnenstand, Wetter und Ausrichtung.
| Kapazität | Steckdose 300 W | Steckdose 600 W | Steckdose 1.200 W | Solar 100 W | Solar 200 W | Solar 400 W |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 300 Wh | 1,1 h | 0,6 h | 0,3 h | 4,3 h | 2,1 h | 1,1 h |
| 512 Wh | 1,9 h | 0,9 h | 0,5 h | 7,3 h | 3,7 h | 1,8 h |
| 1.024 Wh | 3,8 h | 1,9 h | 0,9 h | 14,6 h | 7,3 h | 3,7 h |
| 2.048 Wh | 7,6 h | 3,8 h | 1,9 h | 29,3 h | 14,6 h | 7,3 h |
Wichtig: Die Stundenzahl beim Solarladen bedeutet Stunden mit voller Leistung, nicht Stunden zwischen Sonnenauf- und -untergang. Ein 100-W-Panel braucht für eine 512-Wh-Station also etwa einen sonnigen Tag im Sommer, im Spätherbst deutlich länger. Prüfe außerdem den maximalen Solareingang des Geräts. Er liegt bei der Bluetti Elite 100 V2 und dem Jackery Explorer 1000 V2 laut Hersteller bei 400 W. Ein größeres Panel kann die Station nicht schneller laden als ihr Eingang es zulässt. Die Schnellladewerte der Hersteller (49 Minuten bei der Anker C1000 Gen 2, rund eine Stunde beim River 2 Max) gelten nur an der Steckdose.
Die drei Gerätearten werden gern verwechselt. Die Tabelle nutzt die frei sichtbaren Werte aus den Warentests und Herstellerdaten dieser Seite.
| Powerbank | Powerstation | Balkonkraftwerk-Speicher | |
|---|---|---|---|
| Nutzbare Energie | ca. 28 bis 70 Wh (Test 2/26) | ca. 250 Wh bis mehrere kWh | ca. 2 kWh und mehr (Herstellerangaben) |
| Ausgang | USB, bis rund 100 W | Steckdose 230 V, 300 bis 2.000 W und mehr | Einspeisung ins Hausnetz per Schuko-Stecker |
| Transport | Hosentasche, Handgepäck | tragbar, 3 bis 25 kg | fest montiert, draußen |
| Hauptzweck | Handy, Tablet, Laptop laden | Camping, Notstrom, mobile Geräte | Solarstrom des Balkons nachts nutzen |
| Flugreise | meist erlaubt bis 100 Wh, darüber nur mit Genehmigung der Airline | nicht erlaubt | nicht relevant |
| Preisklasse | niedrig (Test: 30 bis 100 €) | mittel bis hoch | hoch (Test: 700 bis 1.000 €) |
| Warentest | test 2/26, 24 Geräte | test 8/2023, 11 Geräte | test 4/26, 5 Geräte |
Faustregel: Brauchst du nur Strom für Smartphone und Laptop, reicht eine Powerbank. Willst du eine Kühlbox, ein CPAP-Gerät oder Werkzeug an der Steckdose betreiben, ist es eine Powerstation. Möchtest du Solarstrom vom Balkon zeitversetzt im Haushalt nutzen, ist es ein fest installierter Balkonspeicher. Eine tragbare Powerstation lässt sich zwar mit Solarpanels laden, ersetzt aber keinen Speicher, der automatisch ins Hausnetz einspeist.
Für Powerstations gibt es zwei verbreitete Zellarten. Die Stiftung Warentest hat die Sicherheit beim Laden und Entladen mitgeprüft, die genauen Befunde je Gerät sind bezahlpflichtig. Die folgende Gegenüberstellung beruht auf allgemeinen Herstellerangaben und typischen Werten.
| Punkt | LiFePO4 (LFP) | NMC (Lithium-Ionen) |
|---|---|---|
| Ladezyklen (Hersteller) | 4.000 (Bluetti Elite 100 V2) bis 6.000 (Jackery Explorer 500 V2) laut Hersteller | meist deutlich weniger, oft einige hundert bis rund 1.000 |
| Thermische Stabilität | gilt als stabiler | empfindlicher bei Hitze und Beschädigung |
| Energiedichte | geringer, daher schwerer | höher, daher leichter |
| Typischer Einsatz | aktuelle Powerstations | Powerbanks, ältere und sehr leichte Geräte |
Einige praktische Regeln, die für beide Zelltypen gelten: Betreibe die Station nicht abgedeckt, damit die Lüftung arbeiten kann. Lade und lagere sie nicht bei Frost oder in der Sonne im Auto. Nutze Original-Kabel und Original-Panels oder solche mit passender Spezifikation. Lagere die Station bei längeren Pausen mit mittlerem Ladestand und lade sie alle paar Monate nach. Und: Eine Powerstation ist kein Ersatz für eine fest installierte Notstromanlage. Fürs Hausnetz sind Fachbetrieb und Herstellerhinweise Pflicht.
Die Auswahl folgt dem Warentest: Zuerst das 2023 geprüfte EcoFlow-Modell, dann neuere Modelle derselben Marken und größere Klassen. Alle Angaben stammen von den Herstellern (EcoFlow-Angaben wie auf unserer EcoFlow-Seite) und den Amazon-Produktseiten. Preise nennen wir nicht, sie ändern sich laufend. „Top-Empfehlung“ ist unsere redaktionelle Einschätzung aus den Herstellerdaten, kein Testergebnis.
| Dein Bedarf | Richtwert | Passendes Modell |
|---|---|---|
| Laptop, Router, Beleuchtung am Wochenende | unter 300 W, ab etwa 300 Wh | Einsteigerklasse, siehe Anker SOLIX oder EcoFlow |
| Camping mit Kühlbox und Beleuchtung | ca. 500 Wh, ab 500 W | Jackery Explorer 500 V2, EcoFlow RIVER 2 Max |
| CPAP über mehrere Nächte | ab 1.000 Wh | Anker C1000 Gen 2, Jackery Explorer 1000 V2 |
| Kaffeemaschine, Wasserkocher, Werkzeug | mindestens 1.200 W Dauerleistung | Anker C1000 Gen 2, EcoFlow DELTA 3 Classic, Bluetti Elite 100 V2 |
| Notstrom für Router, Kühlschrank | ab 1.000 Wh mit USV | Anker C1000 Gen 2 (USV-Funktion laut Anker) |
| Später erweitern | Erweiterungsakku | Bluetti Elite 100 V2 |
Ja, in test 8/2023 (veröffentlicht am 20.07.2023). Elf Powerstations mit 300 bis 700 W wurden geprüft. Die Noten je Gerät sind auf test.de bezahlpflichtig.
Die frei zugängliche Seite von test.de nennt den Besten nicht namentlich. Fünf der elf Geräte schnitten gut ab; welche das sind, steht in der bezahlpflichtigen Tabelle. Die komplette Tabelle gibt es auf test.de für 4,90 Euro.
Nur eingeschränkt. Die Geräteklasse (300 bis 700 W) und die Zellchemie haben sich verändert. Als Orientierung für Prüfpunkte taugt der Test, als Kaufempfehlung für Neugeräte nicht.
Kapazität in Wh mal 0,85 geteilt durch die Leistung des Geräts in Watt. Bei 1.024 Wh und einem 60-W-Laptop sind das etwa 14,5 Stunden. Den Faktor 0,85 haben wir als Verlustannahme gewählt.
Für Smartphone, Tablet und Laptop ja. Die nutzbare Energie liegt laut Warentest 2/26 bei 28 bis 70 Wh. Für Kühlbox, CPAP oder 230-V-Geräte brauchst du eine Powerstation.
Nur mit Einschränkungen. Eine tragbare Powerstation speist nicht automatisch ins Hausnetz ein. Dafür gibt es eigene Speicher, die der Warentest 4/26 mit fünf Geräten geprüft hat. Lass dich vor dem Kauf zur Anmeldung und Installation informieren.
Für die meisten Käufer LiFePO4: mehr Ladezyklen und thermisch stabiler. NMC ist leichter und steckt eher in Powerbanks.
In der Regel nicht. Powerbanks bis 100 Wh sind meist erlaubt, bis 160 Wh nur mit Genehmigung. Die Regeln legt die Airline fest, frag vorher nach.
Wir sind nicht mit der Stiftung Warentest verbunden. Die Rechenwerte auf dieser Seite sind eigene Berechnungen mit den genannten Annahmen, keine Messungen.